Rant: Warum man sich an den alten Atari 2600 erinnern sollte

Neulich holte ich meinen alten Atari 2600 wieder aus meiner Sammlung samt einer Handvoll Spielen mit denen ich komischerweise mehr Zeit verbrachte, als mit der PS4 (die blieb sogar ingesamt links liegen). Ich will jetzt keiner dieser „früher war alles besser“ Typen sein, trotzdem hab ich nach wie vor Spaß, mit den eher minimalistisch gehaltenen Spielen. Wir hatten ja nichts damals. Lange Rede gar kein Sinn…

…etwas ist faul im Staate „Spieleindustrie“. Ich will jetzt nicht alle Entwickler oder deren Spiele über einen Kamm scheren, aber überlegt mal ganz kurz, wie oft es nun vorkam in den letzten Monaten, dass ein Launch eines Spiels total vergeigt wurde, oder erst zig Patches nötig waren, dass Titel X überhaupt „richtig“ funktionierte. Bescheuerte DLC Pläne dienen mehr oder weniger mehr dazu ein „reduzierten“ Titel im Nachhinein mit Inhalten zu versorgen, die man im Prinzip von Anfang an hätte haben können, aber aus „strategischen Gründen“ entfernt wurden (auch wenn man immer wieder was anderes behauptet) und dann diese nervigen und überzogenen Preorder Aktionen. Qualitativ haben sich die Spiele (oder Entwickler) in den vergangen Jahren nicht wirklich mit Ruhm bekleckert und genau das erinnert an die Zeit 1983/84, als die Videospielindustrie beinahe vor die Hunde ging. Was jetzt kommen mag, mag vielleicht nach „Stammtischniveau“ klingen, aber hierzu könnt ihr euch am Ende im Kommentarbereich austoben.

Die Atari 2600 Konsole hatte Ende der 70er Jahre eher einen schleppenden Start, was wohl daran lag, dass es keine Vernünftigen Spiele gab (hier kann man Parallelen zur Wii U ziehen: schlechte Verkaufszahlen, kaum lohnenswerte Titel). Erst 1979, als Atari einige gute Lizenzen erwarb, ging es mit der Konsole bergauf. Ein Manko der Atari 2600 war allerdings, dass sie Anfang der 80er Jahre technisch nicht mehr unbedingt das Maß der Dinge war die leistungsstärkere Alternative war die Intellivision. Allerdings waren die verfügbaren Spiele fast an 2 Händen abzählbar. Hier war (zunächst) auch die Stärke der Atari 2600 zu sehen. Es gab wirklich jede Menge Spiele (alle zwischen 80 und 120 DM) und im Prinzip verkauften sich die Systeme und Spiele beinahe wie geschnitten Brot. Klar, dass andere auch etwas von dem Kuchen abhaben wollten. Doch hiermit schaufelten die Videospielsystemhersteller und auch Videospielentwickler ihr eigenes Grab.

2015-01-14 17.28.09

Anfang der 80er tauchten plötzlich eine Vielzahl an verschiedenen Videospielkonsolen auf. Naben Atari und der Intellivision, kann man sich vielleicht noch an die Magnavox, Tandyvision, oder die ziemlich interessante Vectrex erinnern. Darüber hinaus gab es noch ein halbes Duzend weitere Systeme. Alle zueinander natürlich inkompatibel. Ein Krieg der Konsolen ist also schon immer vorhanden gewesen. Das war aber eher noch ein „vertretbares“ Problem.

Viel schlimmer – und das ist eigentlich der Kern, worauf ich hinaus will – waren die wirklich grauenhaften Spiele, die den Markt überfluteten. Schlecht programmiertes Mist, teilweise Lizenzentwicklungen zu Filmen, die lieblos entwickelt wurden (E.T. war wohl die berühmteste Variante davon). Dazu kamen rückentwickelte Kopien bereits vorhandener Spiele unter neuen Namen auf dem Markt. Freilich mit hübscher Verpackung, aber mit den zimmergleichen Inhalten. Ich will nicht sagen, dass Publisher wie „Quelle“ die Kühe melken wollten, bis sie elendig dahingerafft wurden, aber genau das ist passiert.

Ein weiteres Problem, dass diesem Konsolenkrieg den letzten Genickschuss verpasste, war das aufkommen von „Heimcomputern“ wie den C64. Diese Dinge konnte man nicht nur zum Spielen verwenden, sondern auch für nützliche Dinge wie Textverarbeitung, Programmieren und… man konnte hierfür die Spiele sogar kopieren und sie an Freunde weiter geben. Total praktisch. Atari versuchte es derweil mit leistungsstärkeren Konsolen, wie die Atari 5600 (später auch nicht die 7800… und mit dem „Jaguar“ in den 90ern war eigentlich schon alles zu Ende), aber einen Fuß in den heiß umkämpften Videospielmarke konnten sie nicht mehr setzen. Schade eigentlich, denn für viele (wie auch für mich) ermöglichte die Atari Konsole überhaupt den Einstieg in die Videospielwelt.

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Die Sachlage ist natürlich heute etwas anders. Oder?

So sicher bin ich mir da wirklich nicht, denn wie Eingangs schon kurz geschrieben, zweifle ich an der jetzigen Situation. Der Start der letzten Konsolengeneration war spieltechnisch doch nicht wirklich das gelbe vom Ei. Und anstatt vielen Neuentwicklungen (die noch ein wenig auf sich warten lassen), gab es eher eine Handvoll guter Titel und noch weniger, die ausschließlich für die NextGen Konsolen entwickelt wurden. Eine Vielzahl der verfügbaren Titel sind HD Remakes. Alles nichts Neues. Ein paar von denen machten zwar eine seht gute Figur auf der PS3 und für Neueinsteiger, die die Titel damals verpasst haben, mag das auch vielleicht eine gute Option sein, aber für „die alten Hasen“ ist das irgendwie nur „kalter Kaffee“.

Darüber hinaus sehen wir jedes Jahr die selben IPs. Die mögen ja ansatzweise ja noch qualitativ einen gewissen Standard erfüllen, aber irgendwann ist doch die Luft raus. Zumindest bei mir. Ubisoft gehört etwa zu den Kandidaten, deren Titel ich nicht wirklich mehr sehen oder spielen mag. Sorry, falls sich hier jemand auf den Schlips getreten fühlt. Mich ärgert der total überschätze Hype, der sinnlos aufgeblasen wird. Die Kohle, die etwa auch für die Marketingkampagne für Far Cry 4 verpulvert worden ist (unter Verwendung bekannter Letsplayer) hätte man besser in die „Qualitätssicherung“ eines anderen Spiels stecken können (das mit dem Assassinen, falls jemand fragen sollte). Lange her, dass ich so ein kaputtes Spiel hatte (Battlefield 4 im letzten Jahr war auch so ein Kandidat, aber dafür kann Ubisoft ausnahmsweise mal nichts dafür).

Dass es Leute gibt, die ein großes Verlangen an neuen Ideen haben, sieht man an irren Inideprojekten, wie etwa den Goat oder Rock Simulator. Insgesamt verbrachte ich das letzte Jahr mehr Zeit mit Underdogs, als mit großen AAA Titeln. Zu recht, nach meinem Empfinden. Im Indie Sektor traut man sich wenigstens noch was und dank Kickstarter, können diese Projekte auch umgesetzt werden. Wobei ich jetzt nicht sagen will, dass durch die Bank alle Kickstarter Kampagnen „supi“ sind und waren. Teilweise zerplatzen die Projekte wie Seifenblasen, oder andere Entwickler, wie etwa ein Chris Roberts und sein Star Citizen, nutzenden Hype um Kickstarter mehr oder weniger als Trittbrettfahrer und kreieren die schönsten Luftschlösser. Aber gut, Fans gibt es dafür ja zu Hauf, die das blind unterstützen. Man muss also abwägen, was man hier unterstützen will und wem man „vertrauen“ kann.

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Kotzen darf man auch, wenn man „free-to-play“ hört. Man wirft dem potentiellen Kunden einen Köder hin und hofft, dass er anbeißt. Leider gibt es zuviel davon, die freiwillig für im Prinzip essentielle Dinge dann auch Geld hinblättern um kommen somit auf einen höheren Betrag teilweise, wie man für ein vernünftiges Spiel zahlen müsste. Kleine Beträge fallen wohl eher nicht so schnell auf und die Strategie geht auf. Dass man damit allerdings die Spielelandschaft zerstört, sieht man dann erst viel zu spät. Natürlich gibt’s auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht wirklich viele.

Ein weiterer „pain in the ass“ sind diese total bekloppten PreOrder Boni. In letzter Zeit häufen sich die Anzahl der Spiele, die nicht nur irgendwelche Skins oder Levelpacks den zahlungswilligen Vorbestellen anbieten, sondern komplette Spliemodi (ganz zu schweigen von Dingen, die einem einen erheblichen Vorteil verschaffen. Vorteile, die man früher sich erst verdienen musste, wenn man spielt). Dinge, die eigentlich das Spiel erst… nun… spielenswert machen. Natürlich besteht die Chance, dass man als „normaler Käufer“ dann auch irgendwann „in den Genuss“ kommt, aber erst viel später und auch dann nur durch den Kauf eines DLC Pakets. Aber hey! Macht doch hier mit und ermutigt die Publisher, diesen beschissenen Trend weiter zu verfolgen. Sollen sie doch weiter unfertige Spiele auf den Markt werfen, oder total verbuchte Software. Durch die PreOrder Aktionen ist ja schon genug Geld geflossen, schon bevor irgend jemand das Spiel testen konnte und vom Kauf abraten könnte. HÖRT AUF DAMIT! Wartet, bis die Spiele ausreichend getestet wurden und kauft erst DANN! Allerdings gibt es in der „professionellen Presse“ auch immer schwarze Schafe, die auf den Hypertrain mit aufspringen, beziehungsweise aus Angst davor, von den Publisher nicht mehr mit kostenlosen Reviewmustern versorgt zu werden, dem Spiel eine ungerechtfertigt hohe Wertung geben. Man muss sich wirklich manchmal am Kopf kratzen, wenn man lesen muss, dass man eine Review mit schlechter Wertung erst beim Release veröffentlichen darf. Man könnte ja die potentiellen Käufer abschrecken. Da gibt man lieber weiter kostenlose Spiele an all jene aus, die dem Publisher lieber Honig ums Maul schmieren. Ich will jetzt hier nicht wieder „Ubisoft“ sagen. Oh, hab ich?

Ich weiß, dass nicht viele diesen Text bis zum Ende lesen werden, wenn er überhaupt gelesen wird. Und möglicherweise gibt es hier und da ein paar Einflüsse eines gekränkten und enttäuschten Gamers, mit einer etwas verschrobenen Weltanschauung. Dennoch vertrete ich meinen Standpunkt, denn ich möchte nicht, dass es wieder zu einem Crash kommt. Wir steuern ohnehin schon darauf zu, wenn das so weiter geht und die ersten Anzeichen sind ohnehin schon da, wenn man nur die letzten zwei Jahre betrachtet.

Was ich eigentlich sagen will: Kauft nicht jeden Mist, auch wenn Magazin XY und „das ganze Interwebz“ irgendeinen blödsinnigen Hype generieren. Hört mit dem Preorder Blödsinn auf. Das hatte früher mal einen Sinn, jetzt dient die Sache nur mehr oder weniger dazu, wie oben erwähnt, die Blase weiter aufzupusten und vorab Kohle zu generieren. Die Qualität ist nebensächlich. Irgendwelche „Special Editions“ kann man auch später kaufen, wenn diese natürlich nicht vorher schon ausverkauft wurden… eben auf Grund des Hypes.

Videospiele sind Konsumgüter, aber auch „Kultur“. Man muss zwar einen gewissen „Massenmarkt“ befriedigen“, am nicht auf Kosten der Qualität. 1985 gab es dank Nintendo und deren NES wieder einen Aufschwung mit frischen, neuen Titeln und das obwohl der PC Markt immer stärker wurde, konnten sich Konsolen behaupten (gab ja auch mehr Spiele dafür… wenn ich mir mal den Markt so ansehe und die verfügbaren Titel für meinen PC, den ich 1988 hatte – der Konsolen vs PC Kriegsschauplatz soll jetzt hier aber nicht Thema sein…). Hier zieh ich aber einen Schlussstrich, um mich nicht weiter zu verzetteln. Dem ist im Prinzip selbst überlassen, wie er Spiele konsumiert und welche. Aber tut mir wenigstens einen Gefallen und verlasst euch nicht mehr auf ein Versprechen der Entwickler und Publisher. Kauft nicht mehr vor Release eure Spiele, oder wenigstens erst dann, wenn es genügend Tests von VERLÄSSLICHEN Quellen gibt. Schaut euch die Videos an, die Amateure ins Netz laden (ist ja dank der heutigen Technik kein Problem mehr). Amateure heißen ja nicht umsonst so… sie lieben, was sie machen (gut… man muss auch differenzieren, wie sehr die betreffende Person ein „Fanboy“ ist) und am besten: Holt euch irgendeine Retro-Konsole, mit ein paar Titeln, die man auf dem jeweiligen System gespielt haben muss (kann unter Umständen ins Geld gehen). Es lohnt sich, da man auch ein völlig neues Spielgefühl erlebt, wie man sieht, mit wie viel Liebe teilweise die Spiel umgesetzt wurden.

Das letzte Wort geht an „Boogie“, der sich nochmals ganz speziell den PreOrder Wahn widmet.

Dankeschön fürs Durchhalten.

6 Kommentare

  1. YAY kann ich gut nachempfinden auch wenn bei mir noch keine Endzeitstimmung aufkommen mag, aber es ist doch ganz deutlich zusehen das zuviel Marketing für die sogenannten AAA Titel gemacht wird nur damit die um Gottes Willen nicht floppen anstatt das Geld in die Qualitätssicherung zustecken. Auch die DLC Politik ist meistens fragwürdig. Aber woran liegt das? Naja ich schätze zum Einen sind die Produktionskosten mittlerweile so hoch das ein Spiel nicht floppen darf deswegen die hohen Einsätze beim Marketing und die DLC Politik ist vllt auch den Folgekosten (Server und Support) geschuldet. Folglich sind die Titel auch sehr am Mainstream orientiert und es wagt kaum jemand mal was Neues aus Angst. Indie-Titel können da neue Wege zeigen, aber ob sich dann Activision oder EA an so ein Projekt traut… naja.
    Am spannendsten ist doch aber die Frage nimmt der Kunde denn auch was anderes ausser Shooter o.ä. aus bekannten Franchises an? Für die Zukunft sehe ich ein ähnliches Szenario wie in der Film und Musik-Industrie. Was Neues wirst Du nur von kleinen Studios bekommen und ansonsten Mainstream von den Großen. Was ich von kickstarter-Kampagnen halten soll weiß ich nicht, denn da werden ja auch ne Menge „Kunden“ übern Tisch gezogen…
    das waren einfach mal meine Gedanken ganz ungefilter odetr redigiert
    peace out schönes WE und wir sehn uns im PSN Z31TG315T

  2. was soll man dazu sagen….ich will auch n neues game das richtig flasht 🙂 ps3 und die 3 60 waren einfach iwi noch süchtigmachender 🙁 finds aber eh nicht so dolle mit der günstigen hardware die man nun vorgesetzt bekommen hat. ne subventionierte 600€ Konsole ist halt keine mit gewinn verkaufte 400€ Konsole 😉

  3. hi an alle 🙂

    schöner artikel pixel, sehr sehr gut und gott sei dank subjektiv verfasst. Beim Lesen hatte ich allerdings gemischte Gefühle … einerseits habe ich mit Feuereifer gelesen und innerlich bestätigt, was du anprangerst. Gleichzeitig muss ich als FF-Fanboy eingestehen, mich selber noch nicht dazu überwunden zu haben, aus dem CE-Wahn auszutreten … ich habe mir immer wieder gesagt (vor allem ab FF XIII): nur noch das eine mal, wenn sie es wieder versauen wird es nicht mehr gekauft … und dann passiert es doch wieder … da muss ich selber unbedingt an mir arbeiten. Wir sind uns im freundeskreis aber alle einig, das DLC nicht mehr in Frage kommt … knapp 4 euro für irgendein kostüm ? kommt nicht in den einkaufswagen … würde man das verhältnis etwas anpassen, so würde ich es eventuell noch einsehen … aber dank überzogener preise geht das gar nicht ! Desweiteren stimme ich mit dir überein, dass man doch besser das SNES anschmeisst und mal wieder z.B. Secret of Mana, Secret of Evermore, secret of whatever oder eben auch für das gefühl der machtlosigkeit Super Ghouls ´n´ Ghosts spielt. Alles Spiele mit flair, die einem nicht zeigen wie man sich die schnürsenkel bindet. Selbst ist der Spieler und fähig zu lernen. Davon abgesehen waren die Spiele damals komplett. Es gab zwar keine Trophies oder Achievements, aber dafür etwas anderes, elementares, wertvolles: die Möglichkeit sich Sachen zu erspielen, zu verdienen. Charaktere, Levels, geheime Bonusdungeons. All das war vorhanden, griff man zum Objekt der Begierde. Als Fanboy sei hier zum Beispiel Final Fantasy bis FF X angeführt. Beat´em Ups waren auch immer ein grosser Garant für freispielbare Inhalte …

    Danke für den Artikel Pixel, ich gelobe Besserung um es nicht noch schlimmer zu machen ;).

    Sry wegen unkorrekter Gross-/Kleinschreibung, ich war zu faul 😀

  4. DerRichtende sagt: Antworten

    Hach ja… mir geht es doch genauso. Ich werde dieses Jahr 38 und habe die gute alte Zeit mitbekommen. Neben „Metal Gear“ ist/war „Assassin’s Creed“ eines meiner liebsten Franchises. Sehr schmerzlich muss ich von Jahr zu Jahr zusehen, was aus „Assassin’s Creed“ gemacht wird. Es ist einfach nur noch pervers. AC1 war etwas Neues und schon sehr gut, AC2 war noch viel großartiger, ACB und ACR waren für mich noch gleichwertig zufriedenstellend. Mit AC3 versprach man, daß alles größer, schöner, umfangreicher wird. Gleichzeitig wurde es aber auch langweiliger, seelenloser und hatte keine eigenständige Story mehr. AC4 sollte noch größer, schöner, umfangreicher werden. Obwohl besser als AC3 blieb es auf Dauer langweilig, austauschbar und genauso storylos. Mit dem Umfang mehrten sich zudem die Fehler und Probleme. Dazu kamen Online-Funktionen, die nie zufriedenstellend funktionierten. Mit ACU versprach man Besserung. Was herauskam, weiß jeder! Größer, Schöner, Umfangreicher! Noch mehr Fehler, Noch mehr Probleme. Noch mehr Online-Funktionen, die nicht funktionieren. Und jetzt auch noch Handy-App-Firlefanz? Was ein Müll!

    Mit jedem größer, schöner, besseren AC-Teil wuchsen auch die Collectors Editionen und Preorder-Boni. Aber genau betrachtet, sind auch diese CE’s immer das Selbe. Figur, Artbook, Kunstdrucke, Soundtrack… Preorder-Boni Missionen, die es in den CEs’s eh schon gibt… Kostüme… Waffen… Plunder! Ja, selbst die Preorder-Boni funktionieren nicht bei jedem ohne Probleme.

    Und die Kirsche auf dem verrottenden Kuchen ist Assassin’s Creed Victory. Ich nehme an November? Ich nehme an fünf verschiedene Collectors Editionen? Figur, Artbook, Kunstdrucke, Soundtrack??? Ich muss brechen!

    Zugegeben, als Fan, hab ich diese Entwicklung lange Zeit mitgemacht. Bis AC4 hab ich jede Collectors Edition, von groß bis klein.. Sammler eben! Von ACU hab ich mir nur die kleine geholt. Mittlerweile bin ich so genervt, daß ich mir überlege alles zu verkaufen und nur die kleinsten Editionen zu behalten. ACU hab ich bis heute noch nicht gespielt, da ich erst warten möchte, bis alles funktioniert. Somit hab ich meine Tradition gebrochen, jeden Weihnachsurlaub ein Assassin’s Creed zu spielen.

    Stattdessen hab ich meine alte PS2 angeschlossen und endlich sämtliche Silent Hill Titel nachzuholen, die ich nie gespielt hatte. Und meine Güte war das ein Erlebnis. Konsole ein, Spiel rein, Anfang, Spaß, Freude… kein Update der Konsole, kein Patch der Spiele, kein besorgtes Vorgehen damit man ja die Trophäe bekommt. Ich bin zwar kein Trophäensammler, aber hin und wieder ertappt man sich, wie man sich im Vorfeld informiert, wie man welche Trophäen bekommt. Und das ist höchst spielverderbend! Als Ingame-Komplettist stört es mich irgendwie schon, wenn mir am Ende doch eine dieser nutzlosen Dinger fehlt. Zumindest die Offline-Dinger möchte ich haben. Und da ich keine Zeit habe, jedes Spiel wieder und wieder zu spielen, spoiler ich mich mit einer Trophäenliste… krank!

    Welche Wohltat es war auf der PS2 einfach nur zu spielen. Keine Zeit mit Updates zu verschwenden. Nun bin ich aus dem Urlaub zurück und hab mir gestern den kostenlosen Besänftigungs-DLC zu ACU heruntergeladen. 8 GB! Knapp vier Stunden! Was für ein Spaß!

    Mit beruhigtem Gefühl sehe ich zu Kojima hinüber. Er ignoriert Anfragen bezüglich eines Veröffentlichungstermins für MGSV:PT. Und das ist gut so. Er lässt sich Zeit. Er möchte ein perfektes Spiel auf den Markt bringen. Wie damals schon MGS4. Da hat er den Release einfach mal um ein halbes (?) Jahr verschoben. Das Geschrei war groß aber das Ergebnis perfekt. Keine Bugs, keine Fehler, keine Updates, kostenlose Downloadinhalte. Darum vermeidet Kojima wohl auch einen Termin zu nennen. Was nützt den so ein Termin? Die Entwickler stehen unter Druck, rushen, machen Fehler. Die Gamer freuen sich wie blöd auf einen bestimmten Tag, stirbt wenn es nicht schon drei Tage früher im Briefkasten liegt. Huch, das Spiel wird vielleicht doch nicht fertig, hat noch Bugs, wird verschoben. Die Gamer sind sauer und sagen: „Kojima ist ein Arsch und trollt herum“. So ein Unsinn! So wie er es macht ist es richtig. Wenn es fertig ist, kommt es raus. Und dann kann man davon ausgehen, daß es perfekt ist. Und wenn es doch Bugs gibt, werden sie niemals so schlimm wie bei AC.

    Also Gamer, spart Euch Euren „Wann kommts denn endlich raus“-Gedöns, wartet geduldig auf ein fertiges Produkt, spielt währenddessen was anderes. Gute Spiele brauchen eben Zeit! Das müssen wir wieder lernen!

    So, ich lad mir jetzt das Update für die meine alte PSP runter… darin liegt immer noch Peace Walker… ein perfektes Spiel!
    Viele Grüße!!!

  5. @derRichtende: so gings mir auch 🙂 ps2 ist angeschlossen und ich spiel zusammen mit freunden dragonquest 9 … macht monsterspass 🙂

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