Im Kurztest: FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014

Die Fussi-WM steht mal wieder vor der Tür und für alle, die davon nicht genug bekommen, gibt es natürlich das passende Spiel für die Konsole. FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014 baut dabei technisch auf FIFA 14 auf, allerdings nur auf der LastGen-Version. Besitzer der aktuellen NextGen-Konsolen gehen somit leer aus. Ob sich der Aufguss, der dennoch im Vollpreissegment angesiedelt ist, lohnt?

TOOR TOOR TOOR! Deutschland ist Waldmeister!
Also eins muss man schon mal sagen: Die PS4 Version von FIFA 14 sieht schon ziemlich gut aus: Die Gesichter der Spieler und Trainer präsentieren sich in einer bisher noch nie da gewesenen Detailreichtum, die Animationen sehen sehr fluffig aus und auch das Gras wirkt so frisch, wie der morgendliche Tau auf den Blättern. Oder so ähnlich. All das gibt es in FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014 leider nicht. Ich muss dazu sagen, dass ich die LastGen-Version von FIFA 14 auch ausgelassen habe und somit zum ersten Mal mit dem jetzigen WM Spiel die Unterschiede sehe. Ich will ja jetzt nicht sagen, dass die Präsentation schlecht aussieht, aber die Gesichter wirken leicht verwaschen und irgendwie so, als hätte man sie mit feinem Sandpapier bearbeitet. Jogi Löw sieht auch irgendwie jünger aus, so ohne Falten. Was aber auch negativ auffällt, sind die Ruckler die es gibt… vor allem bei langsameren Kamerafahrten, wenn etwa das Team präsentiert wird.

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Auf der anderen Seite hingegen, hat man dem Drumherum etwas mehr Leben eingehaucht. Will sagen: Das Publikum feiert jetzt mehr. Und EA lässt hier keine Chance aus, um das auch stets zu zeigen. Da gibt es Kamerafahrten an den Fans vorbei, oder auch kurz eine Live-Schaltung zum aktuellen Public Viewing. Viele Fans gibt’s leider nicht, denn man bekommt im Prinzip die immer gleiche Feiertruppe präsentiert, nur eben anders „maskiert“ und vielleicht noch schnell mit einem anderen Hintergrund. Aber ich will ja nicht meckern. Damals auf dem NES hatten wir ja gar nicht…

Und diese Kamerafahrten und Live-Schaltungen sind ja im Prinzip ganz nett, würden sie nicht das Spiel unterbrechen. Möglicherweise bin ich aber von der Sorte Mensch, die sich nicht gerne die drölfzig Wiederholungen nach einem Tor ansehen und so schnell wie möglich versuchen, die Szenen wegzuklicken. Ladezeiten lassen sich leider nicht weg klicken und so beisst man wohl oder übel in den sauren Apfel.

Wo wir grad bei der Stimmung sind: EA verspricht, dass unsere Lieblingskommentatoren Busch und Breucki etliche Stunden damit verbracht haben, neues Material einzusprechen. Das mag schon sein, allerdings kennt man die meisten Sprüche schon aus der 14er Version und manchmal muss ich mich schon fragen, ob die Herren das selbe Match kommentieren, das ich gerade spiele. Vielleicht mögen sie auch die gegnerische Mannschaft lieber, wenn ich mir anhören muss, dass obwohl 4:0 gewonnen, leider total versagt habe. Gut, es wäre sicherlich mehr drin gewesen, aber die Mannschaft hat eben nicht so wirklich gut mit mir harmoniert.

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Weniger ist mehr
Ich war ja echt überrascht, wie sehr man in der NextGen-Version um seinen Sieg kämpfen muss. Bei FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014 mein ich, dass man plötzlich ein komplett anderes Spielerlebnis hat. Alles wirkt irgendwie einfacher und hat man mal den Ball (der jetzt übrigens dichter am Fuß bleibt… gefühlsmäßig). lässt es sich leichtfüßig zum gegnerischen Tor tänzeln… und der Ball ist drin. Vermutlich liegt es auch den standardmäßig gesetzten Spielhilfen, dass Pässe und Schüsse besser ankommen. Möchte man nicht, dass das Fußballspiel ein Spaziergang wird, sollte man das doch besser abschalten.

Nicht abschalten lässt sich die integrierte Ballphysik, die man mit adidas zusammen entwickelt hat. Wenn man herausgefunden hat, wie der Hase läuft, kann man schon ganz gut mit dem Leder rum tricksen, manchmal hat man aber doch irgendwie das Gefühl, dass der Überzug aus einer Art Leder-Blei-Mischung fabriziert worden ist. Das ist auch das, was ich einen Absatz weiter oben mit „dichter am Fuß bleiben“ meine. Den Ball einem Gegner abzunehmen wird so etwas erschwert. Aber auch was das Abprallen betrifft, wirkt der Ball deutlich schwerer und träger, als man das vielleicht im realen Leben vermuten würde.

„Auf der Straße nach San Fernando“
Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um den „Road to Rio de Janeiro“ zu spielen. Dabei handelt es sich um einen Modus, in dem man gegen menschliche Gegner sich den den Weg durch 12 Stadien arbeitet… bis nach Rio quasi. Für jeden Sieg gibt’s Punkte, die man für den Aufstieg, beziehungsweise für das erreichen der nächsten Stadt benötigt. Wer weiß, wie lange der Modus auch nach der WM fleissig gespielt wird. Besser man nutzt ihn jetzt schon mal voll aus.

Auf einen Modus, auf den man leider noch etwas „warten“ muss, ist die „Geschichte der Endrunde“. Wie der Name schon vermuten lässt, wird er zeitgleich mit der realen Endrunde der WM aktiviert. Hier darf man sich dann auf Herausforderungen freuen, die dann auf den dann zeitlich laufenden Geschehnissen basieren.

Wer nicht online spielen möchte, darf sehr viel schöne Stunden mit dem „Road to the FIFA World Cup“-Modus verbringen. Hier darf man sich nicht nur auf unzählige Herausforderungen freuen, sondern auch die Qualifikationen der über 200 teilnehmenden Länder durchleben.

Fazit:
Na, ich weiß ja nicht, ob dieser Lückenfüller den vollen Preis wert ist. Für Hardcore-Fans mag das wirklich eine super Sache sein, wer auf seiner Konsole nebenher zur WM ein wenig kicken möchte, sollte aber vielleicht doch bei FIFA 14 bleiben. Man gewinnt wirklich nichts. Gut, das Menü ist bunt, wie auch die zehn jubelnden Fans im Spiel, aber das war’s dann auch schon. Man hat bei der „Entwicklung“ gespart, beim Preis allerdings nicht. Ich pack mal mein altes Nintendo WorldCup wieder aus. Wir sehen uns dann beim Finale!

1 Kommentar

  1. Nie mehr Fifa. Nach dem Fifa 14 auf der PS4, bin ich soweit das ich jetzt sage, ich kaufe mir nie mehr ein Fifa, warum auch ist immer das gleiche. bzw, sogar weniger als Fifa 13. z.B gibts kein turniermodus mehr offline, sprich vergesst in Zukunft mit euren Kumpels ein turnier zu machen, das kann man schlicht und einfach nicht mehr, da EA dachte die Funktion wird kaum gebraucht und braucht zu viel Zeit zum Exportieren (Copy-Paste)
    Be-A-Pro wurde kapput gemacht, nix mehr du als Pro und deine Freunde als Stars im Team, ne jeder spielt jeden auch dein Pro! Wie so eine Karriere aussehen sollte sieht man bei 2KNBA, eine wirkliche Sotry in der man das Gefühl hat den Spieler zu sein, und jedes spiel Entscheidung kann deine Karriere beinflussen. Fifa hingegen, ist ein Spiel nach dem anderen, stunden über stundne ohne irgend einen Hintergrund. Welcome to 2014, wo Game-Firmen nur noch profit machen wollen, und keine guten Spiele mehr.

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