Im Kurztest: The Last Of Us – Left Behind DLC

Was macht ein Pirat am Computer?
– Er drückt die Enter-Taste.

Kommt ein Mann zum Arzt: „Herr Doktor, immer wenn ich Kaffee trinke, habe ich so ein stechendes Gefühl im linken Auge.“ Darauf der Arzt: „Dann nehmen Sie doch mal den Löffel aus der Tasse.“

Noch einen?

Fallen zwei Tafeln Schokolade die Treppe herunter. Sagt die eine: „Aua, ich hab mir alle Rippen gebrochen.“ Sagt die andere: „Was soll ich erst sagen, ich bin voll auf die Nüsse gefallen.“

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Mit „Left Behind“ spendiert uns Naughty Dog einen kleinen Happen Story-DLC, für das geniale, postapokalyptische Adventure „The Last Of Us“. Allerdings schlüpft man hier nicht in die Rolle des alten Hauptdarstellers Joel, sondern übernimmt hier komplett die kleine Ellie. Zusammen mit ihrer besten Freundin Riley, dürfen wir eine Shopping Mall unsicher machen und erleben so hautnah in dem Prequel, ein beinahe fast unbeschwertes Leben der beiden Teenager. Auf den Inhalt des knapp 3 Stunden kurzen DLC möchte ich nicht direkt eingehen, da das nicht ohne Spoiler gehen würde…

Schon kurz nach dem Start weiß man wieder, warum im letzten Sommer „The Last Of Us“ der Blockbuster schlechthin war: Die unheimlich düstere und dichte Atmosphäre zieht einem sofort wieder in ihren Bann. Mit Herzklopfen sitzt man auf der Couch und schaut sich nervös in der Landschaft um. Die kleine Ellie ist nicht direkt ein Kraftpaket wie Joel, noch ist sie mit einer Vielzahl an tödlichen Waffen ausgerüstet. Ein Messer. Das muss reichen. Und natürlich kann man dank dem wunderbaren Craftingsystem wieder vom Verbandskasten, bis hin zu Scheren-Splitterbombe wieder alles basteln, um so sein Überleben zu sichern… sofern man die dafür benötigten Teile, die verstreut im Level versteckt sind, findet. Unterschwellig hat man das Gefühl, dass Ellie eine Spur weit angreifbarer ist, verletzlicher, was noch größere „Beschützerinstinkte“ in einem weckt.

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Die durch Mark und Bein gehenden, kehligen Geräusche, die die unheimlichen Clicker von sich geben , ihre unkontrollierten Bewegungen, das stöhnen und ächzen der Infizierten; The Last of Us schafft es schon allein mit der Soundkulisse Gänsehaut zu erzeugen, die sich gewaschen hat. Und Herzklopf-Momente gibt es auch im DLC „Left Behind“ mehr als genug! Da freut man sich auf die Momente, in denen man entspannen und das Teenagerleben genießen kann. So absurd es auch in der postapokalyptischen Zeit anmuten mag. Den auch wie kaputt die Umwelt um die beiden Mädchen herum auch sein mag, finden sie immer noch einen Weg, um das Beste daraus zu machen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Left Behind“ eine wirklich schöne Ergänzung zum Hauptspiel ist. Kaum hat man’s durchgespielt, verlangt man nach mehr, doch leider wird dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen, denn ein weiterer Story-DLC wurde von Naughty Dog ausgeschlossen. Aber man bekommt wenigstens einen kleinen Einblick in Ellies „Kindheit“ und wie wichtig wahre Freundschaft in diesen schweren Zeit ist. The Last Of Us muss man ohnehin gespielt haben, wer ebenso wie ich von dem Setting nicht genug bekommt, erhält für die knapp 15 Euro eine gute Portion mehr Inhalt spendiert. Für alle, die auf der PS4 gerade wenig zu tun haben, sollten ihre PS3 wieder starten und sich diesen DLC gönnen!

2 Kommentare

  1. Grundsätzlich ja. Ich hab den DLC sehr genossen und bei der Schlussmusik auch wieder eine Gänsehaut. Ich frage mich nur: warum war das nicht im Spiel? Als Abwechselung bzw ebenfalls Einblick in Ellies Leben hätte mich das sehr gefreut und teilweise wirkt es auch so, als war das drin und wurde nur rausgeschnitten. EIn gewisser fader Beigeschmack bleibt. Aber gefallen hats mir sehr. Die Atmosphäre ist einfach unschlagbar! 🙂

  2. Ellie ist nicht verletztlicher als ihr Begleiter: Im Hauptspiel gibt es im Winter wahrlich genug Action und die Kleine muss jede Menge Gegner schnetzeln.
    Ich finde den DLC wegen der kurzen Spielzeit völlig überteuert, auch wenn er gut gelungen ist.

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