Need for Speed: Rivals

Auf dem Highway ist die Hölle los!

Das schnuckelige Review County wäre eigentlich ein so idyllischer Bezirk, mit weitläufigen Strecken, quer durch Wüsten, Wälder und Berge, wären da nicht diese verfluchten Sonntagsfahrer, die absolut kein Herz für Raser haben. Ständig blockieren sie mit ihren Fahrzeugen die Überholspur und kommt man mit Vollgas von hinten angedonnert, muss man ab und an seine Hand-Augen-Koordination bis ans Äusserste vordern, damit man nicht unversehens in das Heck dieser Querulanten rauscht. Doch das ist noch das kleinste Problem. Auch die Hüter des Gesetzes sehen es irgendwie überhaupt nicht so gerne, wenn man sich nicht akkurat an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen hält. Mitunter fahren sie schwere Geschütze auf. Spaßbremsen!

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Katz und Maus

Mit Need for Speed: Rivals gibt es endlich mal wieder Nachschub für Adrenalinjunkies. Doch neben sich wiederholenden Renn von A nach B gibt es hier noch den „ultimativen Kick“ in Form des guten alten „Räuber und Gendarm“-Spiels, das erheblich den Spielspaß eines gewöhnlichen Rennspiels erweitert. Und das nicht nur alleine, sondern auch jederzeit online „gegen den Rest der Welt“.

Auch wenn man zu Beginn gefragt wird, ob man sich nun den gesetzlosen Rackern anschließen möchte, oder doch viel lieber eine Karriere als Racer-Jäger starten möchte, ist man jedoch nie darauf beschränkt. Im Spielverlauf selbst darf man jederzeit die Seiten wechseln. Jeder Fraktion hat hierbei unterschiedliche Quests (Speedlists), die man dann im Laufe seiner Karriere erledigen darf.

Diese Speedlists sind im Prinzip Aufgaben wie das Sammeln von Geschwindigkeitsrekorden, oder Medaillen diverser Rennveranstaltungen (Rennen gegen die Zeit, oder auch gegen eine Handvoll KI-Gegner über eine gewisse Distanz). Unterschiede gibt es zwischen den beiden Fraktionen nur im beliebten „Katz und Maus“-Spiel. Während man auf der Seite der Racer den Cops möglichst unbeschadet entkommen muss, sollte man auf der Seite der Polizei eben möglichst schnell die Racer zur Strecke bringen — durch Rempeln, Krähenfüße, oder auch anderen Waffen, wie EMP-Kanonen. Insgesamt gibt es 60 verschiedene Missionen, die euch die Karriereleiter weiter aufsteigen lassen. Ist man dabei relativ erfolgreich, gibt’s nicht nur neue Skins für eure Karossen, sondern ab und an gleich einen Wagen in einer leicht modifizierten Ausstattung.

Wer so richtig fit ist und wie eine Eins durch Kurven driftet, Sprünge absolviert, oder eben gekonnt seine Gegner aus dem Rennen pustet, erntet Speedpoints, quasi die inGameWährung in Need for Speed: Rivals. Wer sich einen richtig guten, neuen Wagen leisten möchte (oder Upgrades für eine bessere Beschleunigung, oder für mehr „Robustheit“ gegen Angriffe), muss sich schon ein wenig ins Zeug legen. Cops hingegen haben es, zumindest was ihre Einsatzwägelchen betrifft, einfacher, da die während der Karriere freigeschaltet werden. Dafür sind zu Beginn die Polizeikarren doch ein wenig schwachbrüstig. Neben den normalen Einsatzwagen gibt es aber hier auch hübsche „Enforcer“-Varianten, bzw. „Undercover“-Fahrzeuge, mit denen man nicht gleich auffällt, wie ein bunter Hund.

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Nur die Harten kommen in den Renn-Garten

Wer so ein richtiger Draufgänger ist, der sammelt auch noch „Heat“ ein. Heat ist das Belohnungssystem für diejenigen, die keine Furcht kennen und besonders flinke Finger haben. Wie etwa auch in GTA steigt im Laufe „der Bekanntheitsgrad“ bei der Polizei. Zwar sind die Burschen um einiges aktiver bei der Jagd, dafür gibt’s aber einen schönen Punkte-Multiplikator. Man sollte allerdings möglichst nicht seinen Wagen gegen die Wand donnern, möchte man nicht Ade zu seinen Speedpoints sagen…

Das ansonsten nicht so beliebte „Gummiband“ sorgt aber bei den effektvoll umgesetzten Crash-Animationen dafür, dass man nach einem Unfall ganz schnell wieder zur Gruppe aufschließen kann, sollte man sich gerade in einem Renn-Event befinden.

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Alles Easy

Schon von Anfang an ist die wirklich riesige Map des fiktiven amerikanischen Countys freibefahrbar. Damit man sich auch niemals verfährt, sorgt das Navi für den richtigen und nötigen Überblick. Auf der kleinen Karte wird nicht nur der nächste Wegpunkt angezeigt, sondern etwa auch die nächstgelegene Werkstatt, um sein Fahrzeug blitzschnell, dank einfacher Durchfahrt, zu reparieren. Weiß man mal nicht weiter, schaltet man schnell auf die praktische Übersichtskarte und kann von dort auch zum nächsten Event „beamen“. Auch das gewohnte Easy-Drive Menü ist natürlich wieder mit dabei, mit denen man verpatzte Events neu starten kann, oder sich ins Online-Getümmel werfen kann…

BeeDoo BeeDoo BeeDoo

…denn Online macht das Ganze noch viel mehr Spaß. Dort trifft man Gleichgesinnte, mit denen man um die Wette fahren kann, oder — noch besser — man trollt seine „Mitstreiter“, was das Zeug hält. Wirklich schön ist, dass die Onlinefunktion sich so nahtlos ins Spiel einfügt. Wer aber nicht ständig Gefahr laufen möchte, von einem Trupp Polizisten überrumpelt zu werden, die ein lustiger Spieler hinter sich her zieht, der darf gerne die automatische Onlineverbindung freilich abschalten. Man verpasst aber so einiges!

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PS3 versus PS4

Insgesamt ist die offene Spielwelt wirklich sehr abwechslungsreich gestaltet. Neben vielen verschiedenen Locations (wie schon oben kurz erwähnt) kurvt man durch kleinere und größere Ortschaften, beeindruckende Waldlandschaften, leere Wüsten, oder über Bergstraßen. Garniert wird dies mit fließenden Tag- Nachtübergängen und wechselnden Wettersituationen. Auch die Fahrzeuge sind allesamt recht gut modelliert und machen durchaus eine sehr gute Figur… auch auf der PS3.

Was aber auf der PS3 nicht so schön ist, sind die Ruckler, die man ab und an ertragen muss. Gerade wenn sich viel auf der Straße bewegt (meist bei hitzigen Polizeiaktionen), geht die Framerate doch schon in die Knie. Die Texturen sind auch nicht ganz so hübsch, wenn man mal die PS4 Version gespielt hat und ab und an ploppen im Hintergrund Elemente ins Bild. Nicht so wirklich schön…

Im Gegensatz dazu: Die PS4 Version. Hier merkt man schon deutlich, dass in der Konsole eindeutig mehr Power unter der Haube steckt. Nicht nur, dass es sehr schön aufgelöste Texturen gibt, auch die Framerate bleibt konstant. Dabei gibt es insgesamt beinahe eine Wagenladung mehr Details auf dem Bildschirm zu entdecken… sogar unnötigen Krempel, wie jede Menge Partikel, die durch die Luft flattern. Die Weitsicht ist schöner und auch die Belichtung ist um einiges besser. Die PS4 wirkt im Gegensatz zur PS3 Version nicht verwaschen, oder „überbelichtet“ und kann mit satten Farben und guten Kontrasten aufwarten.

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