Knack

Zum Launch einer neuen Konsolengeneration, versucht man in der Regel gleich auch noch die passenden Spiele zu veröffentlichen, mit denen man die überragenden neuen Features präsentieren kann. Knack gesellt sich nun in die Reihe des Launch-LineUps, doch ob das nun wirklich so gut ist, um Leute zum Kauf der PS4 zu bewegen?

Knickknack

Knack ist ein Produkt eines verrückten Wissenschaftlern, der es nach jahrelanger Forschungsarbeit endlich geschafft hat, Relikte längt vergangener Zivilisationen zu einem „Golem mit Bewusstsein“ zusammenzubauen. Knack hat zudem die Kraft, die in der Welt herumliegenden Relikte aufzusaugen. Je mehr er sammelt, desto größer wird der Bursche. Was anfangs noch ein putziger, laufender Meter ist, ist am Ende der Entwicklungsstufe eine beeindruckendes Wesen… irgendwie eine Mischung aus „Hulk“ und „Marshmellow Mann“. Und das ist auch gut so, denn eine unheimliche Goblin-Armee ist gerade dabei, die Erde zu erobern…

Im Prinzip wären das gute Zutaten für ein Jump’n’Run für Jung und Alt, denn wir haben bunte Comic-Grafik, einen Spieleentwickler namens Mark Cerny (ich sag nur: Crash Bandicoot), ein grundsätzlich Genre typisches, einfach zu verstehendes Gameplay und ein neues Maskottchen mit Kuschelfaktor, das allerdings auf Grund der vielen Metallpartikel den ein oder anderen Kratzer hinterlassen könnte. Doch…

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VerKnackt
…ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Videospiel so oft gestorben bin! Das Spiel selbst ist ja im Prinzip ja nicht schwer. Man läuft durch die Spielwelten, springt ab und an über Schluchten und verprügelt Goblins. So ist der Plan. Laufen und springen könnte man sich ab und an schöner vorstellen, wenn die Kamera nicht so unsportlich steif wäre, das kann man allerdings noch verkraften. Relativ wenig verkraftet allerdings unser Held. Kaum 3 Treffer und schon gehen die Lichter aus. Stellt man sich halt geschickter an, weicht vielleicht schneller aus, oder lässt zu einem taktisch besseren Zeitpunkt den Partikelsturm über die Feinde wüten… wenn…

…ja wenn „das nächste Mal“ wenigsten einigermaßen zügig zu erreichen ist. Das Checkpoint-System ist etwas… nun… sagen wir’s mal so: Es gibt eins. Allerdings nur sehr ungünstig verteilt, denn nicht selten muss man längere Abschnitte wiederholen, was auf die Dauer nerven kann und wenn ich mal an die lieben Kleinen denke, könnte Knack wohl ein äußerst „knackiges“ Spiel sein. Gekämpft wird übrigens in „Quasi-Arenen“ und nicht immer ist die schwerste Kampfeinlage auch „am Ende“ zu erwarten. Gefühlsmäßig. Das quält, denn fehlt ein Checkpoint hinter einer fiesen Prügelpartie und stolpert mach danach entweder über eine vermasselte Sprungeinlage, oder rennt ungeschickt in den nächsten Goblin, bedeutet dies meist, dass man den langen und kräftezehrenden Kampf erneut bestreiten muss. „Knackige Rätsel“ sucht man allerdings vergebens, ausser man betrachtet „X markiert den Fleck“ als Rätsel. Etwas lustiger wird es, wenn man Knack zu zweit im Koop-Modus spielt. Spieler 2 kann dank Partikelspenden dabei helfen, dass unser Held nicht all zu schnell den Löffel abgibt.

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NextKnack Grafik
Die PS4 „kann Grafik“. Killzone: Shadow Fall ist der beste Beweis. Und Knack? NextGen ist ehrlich schon was anderes. Die Texturen sind eher so… mau. Was Knack hingegen ganz gut kann, sind Partikeleffekte darstellen und die Spielfigur selbst ist im Prinzip ein lebender Partikeleffekt. Fortwährend wobbeln die aufgesammelten Objekte im Körper herum und sammelt man etwa Eis auf, gibts dazu die schönsten „Schmelzeffekte“, die es je in einem Jump’n’Run gab. Besonders beeindruckend sind auch die Spezialattacken. Der Wirbelsturm, in dem die herumfliegenden Knack-Bestandteile die Gegner plätten, sieht schon ziemlich gut aus… würde es dabei nicht zu Framerate Einbrüchen kommen. Allerdings verpufft dieser Effekt auch hinsichtlich der eher mauen Schlauchlevel.

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• Knack (Kauflink)

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