Jede Menge Spaß mit der Resident Evil 7 Demo

Capcom veröffentlichte im Zuge der E3 eine wunderbare, „Beginning Hour“ genannte Demo zum kommenden Resident Evil 7, die bislang nur PS Plus Mitgliedern zur Verfügung stellt. Eins Vorweg: Bei der Demo handelt es sich um einen eigenenständigen „Appetitanreger“, dessen Inhalte nicht in der finalen Version enthalten sein werden. Ihr könnt die Testversion also mit P.T. vergleichen, das ebenfalls nur ein kleiner Vorgeschmack auf den Horror darstellen sollte, nichts aber mit dem eigentlichen Spiel zu tun gehabt hätte, hätten die …krampen von Konami nicht Silent Hills eingestampft.

Gleich zu Beginn macht die düstere Atmosphäre klar, dass mit „The Beginning Hour“ nicht zu spaßen ist und man sich lieber ein neues Paar Unterhosen bereitlegen sollte. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Kameramanns Clancy, der gemeinsam mit dem Produzenten und natürlich dem Show-Host die Mysterien eines runtergekommen Hauses ergründen wollen, in dem es nicht wirklich mit rechten Dingen zu ging. Alles ist verrottet, Tierreiches hier und da, Spinnweben und die undefinierbaren Geräusche, machen einen jetzt schon fertig, bevor man überhaupt mti dem Spielen angefangen hat.

Nach einer kurzen Sequenz, wacht man alleine im Haus auf und versucht nun herauszufinden, was zur Hölle eigentlich geschehen ist. Hierzu sammelt man Hinweise in Form von Videobändern, die man sich im seltsamerweise noch funktionierenden Videorekorder samt TV ansehen darf.

Man schleicht sich also durch die Räume und in meinem Fall, war der Puls schon ziemlich hoch, dank der wunderbaren Anspannung. Dabei sieht alles grafisch so wunderbar aus. So kämpft sich das spärliche Sonnenlicht durch die noch so kleinen Ritzen des Hauses und ergibt mit dem Staub und den Spinnennetzen ein herrliches Lichtspiel, doch NOPE! NOPE! NOOOPE!

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Gerade hat man sich damit abgefunden, dass einem die Geräusche nur einen dämlichen Streich spielen, da huscht im Augenwinkel plötzlich eine … Person oder so durchs Bild. Blöderweise auch noch genau dort, wo man als nächstes eigentlich hinschleichen wollte. Aber da muss ich wohl durch, schon auch deswegen weil ich meine Aufgabe erfüllen möchte: „Finde einen Weg aus dem Haus!“ – Nichts würde ich lieber tun.

Vorsichtig „arbeite“ ich mich durch die Räume, da ich jederzeit mit einem Angriff rechne. Irgendwer stöhnt doch hier die ganze Zeit oO – Eine alte Videokassette gibt Aufschluss, was mit meinem Team passiert ist und dank dem Film, gibts auch einen kleinen Hinweis, was als nächstes zu tun ist.

12 Minuten voller Angst und Anspannung später, hab ich den Schlüssel gefunden! ENDLICH! FREII! Ich öffne die Tür, und sehe das Sonnenlicht… zum letzten Mal in meinem Leben.

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„The Beginning Hour“ ist, wenn man es nur auf den Titel bezieht, eine Mogelpackung, denn all zu lange, dauert es nicht, bis man den interaktive Teaser durchgegespielt hat.

Allerdings kann man mit der „Demo“ auch eine Menge Zeit verbringen, denn es gibt gleich mehrere Spielausgänge zu erleben,je nachdem welchen der zahlreichen Hinweisen man nachgehen möchte (und je nach dem, wie hoch die Horror-Toleranzgrenze ist, die man am Stück mit der RE7 Demo verbringen mag).

Diese ständige Angst, das gleich was passieren kann, wie auch schönen P.T., macht die Demo so unheimlich „wertvoll“ und macht so Lust auf mehr. Angst ist es, was einem schon länger in den vergangenen Resident Evil Spielen fehlte. Nur noch langweiliges Geballer auf irgendwelche Zombiewesen mit einer zunehmend beschisseneren Story. Die einzige Schwierigkeit bestand nur darin, dass man am Ende noch genug Munition hätte. Dies löste eher Frust aus (in Anbetracht einiger Monster, die mitunter viel einstecken konnten), als Beklemmung, wie man es sich von einem „Horrorspiel“ wünscht. Da muss erst ein Indie-Titel wie Outlast daherkommen, dass die Brachenriesen wieder aufwachen und sich ihren Wurzeln besinnen (und selbst das hat viel zu lange gedauert).

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Aber auch wenn „The Beginning Hour“ nichts mit dem fertigen RE7 zu tun hat, besteht die große Hoffnung, dass man sich auf veritables HORROR-Spiel freuen darf, mit einer Menge Schockmmomenten, mit denen auch die Demo spielt. Ganz subtil kommen diese daher, denn wer sich all zu sehr auf den „Mittelpunkt“ des TV-Bildes konzentriert, wird vieles nicht mitbekommen. So taucht dann und wann eine weibliche Gestalt im Hintergrund auf, die nur still da steht und den Spieler irgendwie zu verfolgen scheint. Oder die Schattenfiguren, die nur kurz beim Kameraschwenk auftauchen…

Wer PS Plus hat und auf Horror steht, sollte sich unbedingt die Demo laden, in der er so unheimlich viel zu entdecken gibt. Also: Schnappt euch ein paar Windeln, verdunkelt hübsch die Räume und dreht die Lautstärke hoch. Das Spiel bringt euren müden Kreislauf wieder in Fahrt!

Und hier noch ein sensationell schlechtes Gameplayvideo meinerseits, eines möglichen Spielausgangs:

2 Kommentare

  1. Ich bin auch total begeistert.
    Habe es bisher nur einmal gespielt und garnich feststellen können, wie man da noch andere Ausgänge sehen soll. Muss ich heut direkt nochmal ran.
    Auch wenn ich überhaupt noch nicht sehen konnte, was das alles mit RE zu tun hat. Aber ich lass mich storytechnisch gern überraschen. Jedenfalls endlich wieder Horror und kein dämlicher Shooter.

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