Dragon Age: Origins – Test
RPG, Review November 24th, 2009

Die Königsklasse wohl aller Spiele sind Rollenspiele. Nicht jeder ist ein Fan davon, aber wurde man erst einmal in den Bann dieses Genre gezogen, kommt man nicht mehr so schnell davon los. Denn auf eines wird hier besonders Wert gelegt: Die Hintergrundgeschichte. Dies soll jetzt nicht bedeuten, dass in anderen Genre die Story keinen Stellenwert hat (in manchen Spielen kann man meinen ist sie nur „Beiwerk“), allerdings, aber meist sind sie nur von kurzer Dauer. In RPGs wie Dragon Age: Origins allerdings kann man Tage und Wochen mit der Story verbringen. Man hangelt sich von Quest zu Quest bis am Ende den Oberschurken erreicht. Nebenbei gibt es noch allerhand Nebenquests zu erledigen. Die sind zwar nicht nötig um die Hauptgeschichte zu verstehen, sorgen aber nochmals für einen erheblich höheren Spielwert (und Zeitaufwand). Allerdings verbringt man nicht nur mit den Quests viel Zeit, sondern auch mit den Wegen hin und zurück und man erhält Zeilen über Zeilen an Dialogen (gesprochen und in Form von ellenlangen Texten). Wenn dem nicht so wäre, wäre es wohl auch kaum ein Rollenspiel.??
Und so steig ich ein in die Welt von Dragon Age: Origins und versuche das Land Ferelden von der Armee der Dunklen Blut (irgendwie sehen in RPGs alle Oger, Orks gleich aus…) zu befreien. Hierzu wähle ich am Anfang meine „Herkunft“ (der eigentliche Grund warum Dragon Age: Origins eben „Origins“ heißt) aus und verteile wie in Rollenspiele Punkte auf verschiede Attribute meiner Figur. In meinem Fall ist es ein Mensch, eine Dame adeliger Herkunft. Alternativ könnte man noch zwischen einem Magier, einem Elf, einem bürgerlichen Zwerg und einem Zwerg adeliger Abstammung wählen. Die Anfangsgeschichte aller Figuren ist unterschiedlich, im Hauptquest allerdings spielt man dennoch die selbe Geschichte: Man tritt, nach einer grausamen Aufnahmeprüfung, den grauen Wächtern bei. Das Schicksal hat uns erwählt, um gegen den Erzdämon zu kämpfen und das Land vor dem drohenden Bürgerkrieg zu beschützen.
Und so steig ich ein in die Welt von Dragon Age: Origins und versuche das Land Ferelden von der Armee der Dunklen Blut (irgendwie sehen in RPGs alle Oger, Orks gleich aus…) zu befreien. Hierzu wähle ich am Anfang meine „Herkunft“ (der eigentliche Grund warum Dragon Age: Origins eben „Origins“ heißt) aus und verteile wie in Rollenspiele Punkte auf verschiede Attribute meiner Figur. In meinem Fall ist es ein Mensch, eine Dame adeliger Herkunft. Alternativ könnte man noch zwischen einem Magier, einem Elf, einem bürgerlichen Zwerg und einem Zwerg adeliger Abstammung wählen. Die Anfangsgeschichte aller Figuren ist unterschiedlich, im Hauptquest allerdings spielt man dennoch die selbe Geschichte: Man tritt, nach einer grausamen Aufnahmeprüfung, den grauen Wächtern bei. Das Schicksal hat uns erwählt, um gegen den Erdämon zu kämpfen und das Land vor dem drohenden Bürgerkrieg zu beschützen.

Da es alleine zu schwierig wäre, erhält man noch Beistand von weiteren Charakteren, denn nur in der Party wird ein Rollenspiel zum Rollenspiel. Dragon Age: Origins ist ein Singleplayer-Spiel. So werden die weiteren Charaktere von der CPU gesteuert. Im Normal fall. Denn ein Tastendruck reicht und schon schlüpft man in die Rolle des eigenen Hundes, oder in eine Magiern. Alternativ kann man seinen Mitstreitern auch Befehle erteilen, so dass der Magier einem gezielt mit Zaubersprüchen kurz pusht, oder der Krieger in der Truppe kurzer Hand vorne an der Front die grobe Arbeit übernimmt.
Alle Befehle würden sich über eine Tastatur vielleicht einfacher anwählen lassen (WoW-Spieler wissen vielleicht was ich meine), um dennoch einen schnellen Überblick auf die Kurzbefehle zu bekommen, kommt in Dragon Age: Origins das aus Command&Conquer bekannte „Aktionsrad“ zum Einsatz, mit dem man dank gedrückter Schultertaste und linken Stick schnell zum gewünschten Befehl kommt.??Um die nötigen Erfahrungspunkte zu sammeln, sollte man die gelegentlichen Kämpfe im Spiel nicht scheuen. Anfänger fühlen sich vielleicht von der Hohen Anzahl an verschiedenen Fähigkeiten die man leveln darf vielleicht etwas überfordert, glücklicherweise verbauten die Jungs von BioWare aber ein „automatisiertes Levelaufstiegs-System“, das auf Knopfruck automatisch die Punkte vergibt. Zwar landen die vielleicht nicht dort, ein erfahrener Spieler sie verwenden würde, aber es nimmt einem viel Zeit und Kopfzerbrechen ab. Während Krieger sich in der Kunst des Schwertkampfs, oder das Hantieren von größeren Waffen üben und eher auf den Ausbau ihrer Kräfte aus sind, darf man sich ansonsten die Alchemie studieren, oder man erlernt teilweise recht praktische Fähigkeiten wie das Knacken von Schlössern. In so manch einer Truhe sind mitunter große Reichtümer versteckt. Wie so oft, hat man mit Kriegen schnellere Erfolgschancen als mit einem Magier, da es doch recht mühsam ist, neue Sprüche zu erlernen… zumindest all jene, die den Gegner auch wirklich Feuer unterm Hintern machen (im wahrsten Sinne des Wortes).

Wie schon erwähnt ist die Story das Kernelement eines jeden RPGs. Die Story wird vor allem durch Dialoge erzählt, in die man mit seinen Aussagen selbst Einfluss hat. Jedes Mal aufs neue wird man vor die Entscheidung gestellt: Soll ich mich quer stellen, oder antworte ich pflichtbewusst. Soll ich auf dem Pfad der Tugend verweilen, oder schließlich ich einen Pakt mit meiner schwarzen Seele und spiele meine Gefährten und mein Gegenüber aus? Aber aufgemerkt: Euer Handeln hat Konsequenzen. In Actionspielen mit Story wird man mit sowas wohl kaum konfrontiert und so muss man in RPGs zwangsläufig der Story folgen, weil man a) sonst nichts von der Hintergrundgeschichte mitbekommt und b) seinen Charakter besser „im Griff“ hat.
Auf seiner Wanderschaft durch Ferelden muss man schon eine gehörige Portion Zeit mitnehmen. Alles übrigens aus der 3rd-Person Ansicht. Was man sieht ist eine Frage des Geschmacks. Klar hat BioWare viel Zeit in die Gesichtszüge und Animationen der Charaktere gesteckt, also auch in die Geschichte und in das Gameplay. Ich will nicht sagen, dass die Landschaft manchmal einen rauen und faden Eindruck hinterlässt, wenn man hier und da ein paar grobe Texturen sieht und die Natur vielleicht doch etwas einfarbig rüberkommt. Etwas komisch wirkt es allerdings dann schon, wenn man nicht mal durch knöcheltiefe Pfützen laufen darf, sondern unsanft davor abgebremst wird. Ich will auch nicht sagen, dass Grafik in einem Rollenspiel etwas Nebensächliches sein soll, allerdings sorgt doch ein kleines Zuckerl fürs Auge für das bisschen mehr an Stimmung. Wie zum Beispiel in den Städten. Dort tobt zwar nicht unbedingt das Leben, aber hat man hat sich ordentlich ins Zeug gelegt, um die Straßenzüge samt Häuser und Marktstände mit Liebe zum Detail zu gestalten. Allerdings kann es dann doch ein wenig ruckeln, wenn wieder etwas mehr Feinddichte herrscht.
Dafür macht die fesselnde Story wieder alles wett. Und über die Spiellänge darf man sich wirklich nicht beschweren! Dragon Age: Origins ist kein Spiel für Zwischendurch, denn so ein Quest kann schon mal auch gut über eine Stunde (und mehr) in Anspruch nehmen, vor allem auch dann, wenn sich Order an Order hängt und man von Ort A nach C über B zurück nach A laufen muss. Aber das ist man gewöhnt. Und wer nicht genug hat, darf sich die im PSN Store erhältlichen AddOns (kostenpflichtig) laden, für noch mehr schöne Stunden im fernen Landen.
Dragon Age: Origins ist wirklich unheimlich mächtig und wenn BioWare eins wirklich gut kann, dann ist es Geschichten zu erzählen. Zwar wiederholen sich die Standardsätze der „gewöhnlichen“ Bürger, aber die Unterhaltungen der Party-Mitglieder während der Wanderschaft durch Felderen scheint fast unerschöpflich zu sein. Die Persönlichkeiten der verschiedenen Figuren sind wirklich großartig herausgearbeitet worden. Hier passt wirklich alles zusammen und man mag sich garnicht vorstellen, wie dick das Scriptbuch dazu sein muss. Zwar muss man auch nicht alle Kodex-Einträge lesen. Ich weiß. Das Lesen von ellenlangen Texten kann auf die Dauer nerven, vor allem in Videospielen, in denen man eigentlich alles entweder vorgelesen bekommt, oder erst garnicht mit eben diesen ellenlangen Texten konfrontiert wird. Allerdings wäre es dann schade, wenn man nichts über das Land Felderen und deren Bevölkerung erfährt. Das könnt ihr BioWare nicht antun.

Fazit:
Dragon Age: Origins ist wirklich ein großartiges RPG und wer The Elder Scrolls IV: Oblivion schon unheimlich gut fand, der wird EAs und BioWares Epos lieben! Die wirklich tiefgreifende Story ist extrem packend und lässt die kleinen Patzer (ich sag nur: Pfützen!) schnell vergessen. Leute, die kein Blut sehen können, haben schlechte Karten, denn in Dragon Age: Origins geht es ordentlich zur Sache. Die rote Pixelfarbe spritzt nur so herum und befleckt auch gut sichtbar die beteiligten Charaktere. Auch etwas Erotik ist im Spiel enthalten und so kann man sagen, dass so wirklich alle Bedürfnisse im Spiel abgedeckt werden: Spannung, Action, knisternde Liebe, was will man mehr?





24.11.09 um 17:24
Gute Review mit allem drumunddran
grafik gameplay story sind beschrieben sodass man sich einen eindruck machen kann auch die Mankos im Spiel sind erwähnt und im Fazit zusammengefasst
so sind keine Punkte nötig um sich einen Eindruck zuverschaffen
allerdings habe ich auch schon bessere Reviews hier gelesen aber evtl sind RPG ja nicht ganz dein Thema
24.11.09 um 17:43
Finde ich auch. richtig gut geschrieben.. da kann man sich ja nur drauf freuen.. PS3-Spiel
24.11.09 um 17:52
Sehr schönes Review das muss man sagen und das Spiel ist auch der Hammer. Für alle Fans von Baldurs Gate bzw. Planescape Torment ein absolutes muss. Was mir vor allem gefällt ist das Erwachsene. Man fällt Entscheidungen die nicht einfach in Gut und Böse unterteilt sind. Das gibt dem Spiel eine wesentlich tiefere Spieltiefe als z.B. Kotor etc…
p.s. Eine Rechtschreibkorrektur würde dir wirklich gut tun.
24.11.09 um 18:40
Keine Ahnung wie die PC Version von dem Spiel ist, aber auf der PS3 hatte ich noch anfangs richtig bock auf das Game, nach ner Weile wird aber das Spiel dermaßen langweilig, vorallem die Steuerung ist echt ziemlich misslungen und das wirkt auch so auf den Gameplay aus, d.h die Steuerung ist übelst träge und langsam, dass merkt man relativ schnell, sobald es mit den ersten Gefechten los geht, da die Schlag Kombinationen und die Spielerbewegungen der einzelnen Charaktere eindeutig langsam voran geht!!! Die Grafik ist soweit ganz in Ordnung, aber die haut auch keinem vom Hocker… Im großen ganzen ist das Spiel wohl was für eingefleischte Dragon Age Liebhaber… weil mich konnte es überhaupt nicht überzeugen !!!!
24.11.09 um 19:43
Bin immer noch begeistert von diesem spiel, der text ist super verfasst und geschrieben, auch die kritik von FUCKJusitz ist nicht ganz unbegründet. trotzdem ist es meiner meinung nach mit brütal legend zu vergleich in dem sinne es ist gut, und ganz knapp an super gut gescheitert (ich liebe beide Spiele)
25.11.09 um 08:03
Die Steuerung mag einem Schwammig vorkommen, das liegt wohl daran dass es sich nunmal um eine indirekte Steuerung handelt und die Engine rundenbasiert ist. Das ist nunmal kein Shooter oder Action-RPG wie Diablo. Das stört mich nicht.
Was mich aber stört ist die Verteilung der Klassen der Nebencharaktere. 2 Magiere, wovon eine sterben kann und eine am Ende die Gruppe verlässt. 2 Schurken und 3 Krieger. Jetzt habe ich am Ende eine Gruppe mit 0 Magier, 3 Schurken (Meinen Charakter eingeschlossen) und 3 Krieger. eigentlich 5 wenn man den Hund und den Golem mitzählt. Toll. Dabei kann man Magier in mehr verschiedene Richtungen entwickeln. Damagedealer, Heiler, Supporter etc. Bei Kriegern nur Damage und Tank. Wozu braucht man da 5 Stück?
25.11.09 um 12:09
Also ich weiß nicht ob ich zu anspruchsvoll bin aber ich finde die Gesichtsausdrücke langweilig. Kein Grinsen, keine trauriger Blick.. alle gucken nur stumpf egal was grade für Emotionen im Spiel sind. Ich hab wohl zuviel Uncharted3 Grafik im Kopf
Und die Story ist für mich auch irgendwie nicht so das wahre. Es ist Krieg töte die Brut(Orks halt wieder) und fertig.. such dir Freunde… töte weiter.
Naja nettes Rollenspiel, aber da fand ich z.b. Oblivion besser. Naja jeder hat andere Ansprüche.
25.11.09 um 13:48
Gav: Die Story solltest du erst beurteilen wenn du sie durch hast. So flach wie von dir beschrieben ist sie ganz und gar nicht.
25.11.09 um 23:36
Man sollte noch erwähnen das die Spielzeit etwa verdoppelt wird, wenn man sich tatsächlich alle Einträge im Kodex durchliest. Aber allein schon jede mögliche Herkunft dauert allein wenigstens eineinhalb bis zweieinhalb Stunden.
DAO hat mit Oblivion wenig zu tun, völlig andere Steuerung, anderes Spielerlebnis. Das es keine offene Welt gibt, ist schade, aber letztlich nicht schlimm, die Gebiete sind durchweg gut gestaltet und so angelegt das man nicht immer wieder nach vorn zum einzigen Ausgang laufen muß wenn man dort fertig ist.
Die Geschichte ist sehr gut und tiefgreifend und besonders zur Stimmung tragen die Gespräche mit den Gefolgsleuten bei. Grafisch darf man nicht zu viel erwarten, dennoch ist sie nicht schlecht.
06.01.10 um 13:50
Ein wirklich sehr gelungenes Review. Allerdings hast Du mich eher davon ünerzeugt es nicht zu kaufen. Aber so ist es sehr viel besser, als wenn ich es mir kaufen würde und dann erst später merke was ich da für einen Müll in den Händen halte!
Alles in Allem glaub ich aber auch das viel Potenzial verschenkt wurde, zum Beispiel an den oben schon genannten Klienigkeiten!
25.01.10 um 11:54
@Keyzzle: Müll?? Ein Spiel mit durchweg Wertungen von über 90% bezeichnest Du als Müll? Lies mal ne richtige Review und nicht so einen 500-Wörter-aus-der-Videothek-geliehen-Test.
28.02.10 um 15:45
“Das k