The Saboteur – Review
Action, Review Dezember 7th, 2009

Frankreich in den 40er Jahren. Die Nazis sind an der Macht und die Welt ist in einen schwarz-weißen und bedrückenden Mantel eingehüllt. Dieses Dilemma möchte man aber nicht hinnehmen und so geben die französische Resitance und ein Ire namens Sean Devlin alles, um gegen die Unterdrücker mit allen Mitteln vorzugehen. In „The Saboteur“ schlüpft man nun in die Rolle des furchtlosen Iren, der in Paris teilweise schleichend, aber auch mit allerhand Action den Feind aufmischt. Ob das Open-World-WW2-Spiel was taugt? Schauen wir mal nach…
Blicken wir zunächst auf den Anfang der Geschichte. Sean war nicht immer der knallharte Saboteur. Eigentlich war er erst Mechaniker, dann Rennfahrer. Bei einem Rennen in Saarbrücken wendete sich allerdings das Schicksal. Dort traf er das erste Mal etwas unsanft auf den Archetypen eines Nazis: Kurt Dierker. Ein Typ so groß und kantig wie der Mount Everest. Blonde Haare, blaue Augen und irgendwie höllisch unsympathisch und unfair, denn als Dierker von Devlin im Rennen überholt wurde, zuckte er kurzer Hand die Pistole und schoss auf den Reifen des Führenden. Pech für den Iren. Sowas kann man nicht ungestraft über sich ergehen lassen und so beschloss er mit seinem Freund Luc, das deutsche Rennteam zu sabotieren. Sie klauten Dierkers Rennboliden und rasten damit über einen Abhang in den nahegelegenen See. Das hätten sie lieben bleiben lassen sollen, denn die Nazis erwischten sie auf frischer Tat. Es kam zu einem schmerzhaften Verhör, bei dem Luc am Ende durch Dierkers Pistole sein Leben verlor. Sean Devlin schwor blutige Rache an den Nazis und so verschlug es ihn knapp 6 Monate später in den Pariser Untergrund…
Spielerisch bietet The Saboteur keine Überraschungen. In einer recht großen offenen Welt gilt es von der Resitance gestellten Aufträge zu erfüllen. Diese reichen von Attentaten, zu gewöhnlichen Sabotageakten, bis hin zu großen Nazi-Säuberungskationen. Da laufen auf die Dauer anstrengend ist, darf man sich ein Auto beim lokalen Untergrund-Garagenhändler kaufen. Einfacher und billiger ist es aber, wenn man sich beim Pariser Bürger bedient. Man hält ihn an und beansprucht ohne großen Widerstand den fahrbaren Untersatz. Alle Kisten weisen zwar einen unterschiedlichen Fahrstil auf, sind aber dank dem arcadetechnischen Handlich leicht bedienbar. Und so düst man durch die anfangs noch recht schwarz weiße Welt, in der nur hier und da einige Farbtupfer „Leben“ in die Spielwelt bringen – vergleichbar ist in etwa der rote Mantel des Mädchens in Schindlers Liste. Sitzt man im Fahrzeug, säuselt im Hintergrund der Radio mit zeitgenössischer Musik vor sich hin, steigt man aus, sorgt ein orchestraler Sound für die musikalische Untermalung.

Da „The Saboteur“ eigentlich ein „Stealth-Spiel“ ist, sollte man sich in Paris nicht gerade wie die Axt im Walde benehmen. Die patrouillierenden Deutschen haben es nicht gerne wenn man sich etwas auffällig bewegt, d.h.. wenn man sie anrempelt, überfährt. mit gezogener Waffe durch die Stadt schlendert, oder an Häuserwänden hochklettert. Überfährt man einen Pariser Bürger, ist das weniger schlimm.
Um zu erkennen, ob man ins Visier der Nazis geraten ist, die eine kreisförmige Alarm-Anzeige links unten im Bildschirm. Solange man unerkannt durch die Gegend läuft, ist die Anzeige weiß, bewegt man sich vor den Augen eines Deutschen leicht auffällig, färbt sich die Anzeige gelb ein und je länger dies dauert, desto voller wird der gelbe Kreis. Ist er voll, wird sie rot. EIn deutliches Anzeichen dafür, dass man sich schleunigst aus dem Staub machen sollte. Bei „Alarmstufe 1“ muss man noch mit wenig relativ wenig Gegenwehr rechnen. Der „rote Kreis der Aufmerksamkeit“ der Besatzer ist noch klein und man entkommt so recht schnell, entweder über die Dächer, oder mit dem Auto. Wird man wehrhaft, steigt die Alarmstufe (bis 4) und es stürmen förmlich zahlreiche Soldaten und „Geheimpolizisten“ mit allerlei wehrhaften Fahrzeugen und Waffen heran (Wagen mit Maschinengewehren, Panzer und Soldaten mit Flammenwerfer). Oben kreist ein Zeppelin, der euch auf Schritt und Tritt verfolgt. Jetzt Hilft in der Regel nur noch ein in der Karte grün markierter Unterschlupf. Diese Falltüren auf den Dächern oder Schuppen gibt es doch relativ oft in der Stadt.

Um einigermaßen unerkannt an das zu sabotierende Ziel heranzukommen, darf man im Vorfeld einen feindlichen Soldaten erledigen, um dann in seine Uniform zu schlüpfen. Allerdings muss man dazu den Feind mit den Fäusten erledigen. Kugeln führen zu Löchern und Blutspritzern in der Uniform, die dadurch als Tarnung durchfällt. So ganz locker kann man aber trotz Nazi-Uniform nicht am Gegner vorbei. Ein kleiner gestrichelter orangner Kreis um die eigene Person herum weist darauf hin, wie groß der „Anonymitäts-Radius“ ist. Je schneller man sich bewegt, desto größer wird er. Kommt man zu dicht an einen Deutschen heran, wird auch dieser ganz schnell Lunte riechen. Ekelhafter wird das Vorbeischleichen an der Geheimpolizei. Deren Erkennungsradius ist um einiges größer. Letzten Ende wird man dann doch entdeckt und man ballert sich wieder den Weg zum Ziel frei. Ohnehin kommt man mit dieser Methodik schneller zum Ergebnis, wenn auch etwas blutiger.
Man verschafft sich auch enorme Erleichterung, wenn man die in der ganzen Stadt verteilten Wach und Suchtürme, Flakstellungen oder sonstigen deutschen Ziele in die Luft sprengt, denn einerseits schmälert man nicht nur die deutsche Wehrmacht, sondern verdient sich so sein Geld, welches man in Waffen, Munition und Fahrzeuge investieren kann.

Die Aufträge die man vom französischem Untergrund und englischen Geheimdienst bekommt, laufen in der Regel immer gleich ab. Fahre von Start zum Ziel und sprenge oder töte XY. Wurde allerdings ein Hauptziel eliminiert, so verpufft der schwarz-weiße Schleier wie etwa im PSN Spiel Flower und der befreite Stadtteil erstrahlt wieder in seiner vollen Farbpracht. Allerdings verliert das Spiel dadurch aber leider auch etwas an seiner düsteren Atmosphäre.
Ich bin hin und her gerissen. Ist „The Saboteur“ und ein Hit oder nicht? Es fesselt einen schon im gewissen Maße, da die Story eigentlich Potential hat. Man darf mit dem Auto schöne Ausflüge von Paris nach Le Havre machen (unterwegs findet man sogar einen Tontauben-Minispiel mit echten Tauben). Aber andererseits beinhaltet der Titel Spielelemente, die in anderen Spielen gelungener Umgesetzt wurden, wie zum Beispiel die Kletterei. Wer Assassin‘s Creed gespielt hat, weiß wie leichtfüssig Altair oder Ezio über die Hausmauern auf‘s Dach klettern kann und auch ebenso leichtfüssig von Dach zu Dach hüpft. In „The Saboteur“ wurde diese Mechanik etwas schwerfälliger umgesetzt, Es reicht zwar auch nur ein Knopf aus und es blinken die strategischen Kletterpunkte weiß auf dem Bildschirm auf, doch es fühlt sich eher an, als ob am Fuß ein kleines Nilpferd hängen würde, da auch die Kletteranimationen nicht so hübsch sind.
Auch nicht so wirklich hübsch ist die Grafik. Während Paris noch grau in grau ist, mag das nicht so auffallen, aber kommt erstmal Farbe ins Spiel, sieht man, dass doch nicht alles Gold ist, was glänzt. Die Fassaden der Häuser sind nicht so ganz optimal herausmodeliert und die Fahrzeuge gleichen denen aus „der Pate 2“. So im ganzen ganz nett, mehr aber nicht. Außerdem hat das Spiel das ein oder andere mal geruckelt, wenn die Schar an Gegnern im Straßenkampf zugenommen hat.
Das Problemchen aller OpenWorld-Spiele ist, dass man zwar in der Landschaft munter rumkutschieren darf, die Story aber doch sehr linear abläuft. Aber das gab es auch bei „inFAMOUS“. Liegt wohl eher an sich an der Struktur solcher Spiele.

Fazit:
„The Saboteur“ sieht auf den ersten Blick ganz vielversprechend aus, man hätte aber weit mehr herausholen können. Die Animationen der Figuren ist nicht mehr so ganz zeitgemäß, die Tänzerinnen im Spiel sind nicht so interaktiv wie man es vielleicht gerne hätte und die Passanten wiederholen sich all zu oft. Auch lässt die KI der Gegner etwas zu wünschen übrig. Anstatt in Deckung zu gehen, stürmen sie furchtlos auf einen zu. Einfaches Kanonenfutter – und so kommt man mit brachialer Gewalt einfacher zum Ziel als mit aufwendigem Rumgeschleiche. Bitte nicht falsch verstehen! Das Spiel befindet sich noch im Bereich um 80%, also nicht schlecht, aber ein wenig wurde doch das Potential verschenkt. Leider… OpenWorld-Spiel Fans werden trotzdem eine Freude daran finden!





07.12.09 um 19:53
man is das ein deutsch, nach den kommas vergisst du immer was du davor geschrieben hast pixel. selten das da mal n zusammenhang ist. ^^
07.12.09 um 19:58
man sollte die spiele schon ein wenig länger spielen als 2-3 Stunden für ein review.du hast es ja kaum gespielt laut deines profiles. ~20% trophies
07.12.09 um 20:22
danke für das review
07.12.09 um 20:28
- hab zahlreiche Stunden seit einer Woche nun damit verbracht
- Trophies geben nicht immer Aufschluss auf Missionsfortschritt
- Trophies schon länger nicht mehr gesynct
@Iceman78_HRO
öh…
07.12.09 um 20:34
Habe das Spiel selbst und stimme dem Testbericht 100%ig zu.
Nervig sind die Klettereien die in keinster Weise mit einem Assasins-Creed mithalten können, dies habe ich aber auch nicht erwartet. Es kommt einem vor als wenn manche Dächer einfach nicht an die Kletterfähigkeiten des Charakters angepasst sind und so kommt es so ungewollten Abstürzen oder komischem Kletterverhalten.
Hier und da fallen einem Ungereimtheiten auf, zB. muss man für die Vergünstigung Sabotage/”Stadterneuerung” 3 Eisenbahnbrücken in die Luft sprengen, jedoch erhält man diese Fähigkeit erst später im weiteren Storyverlauf.
Unterhaltsam ist das Spiel aber über eine 70% Wertung würde ich bei diesem Spiel nicht gehen wollen.
07.12.09 um 21:08
In diesem Text fehlt mir ein bisschen kritischer Standpunkt. Die Kollegen hier haben das sehr viel besser gemacht: http://www.gameswelt.de/articles/reviews/6176-The_Saboteur/index.html
07.12.09 um 23:04
der AnrufBeantworter hat gesprochen^^
…aber letzten Endes kommen die von gameswelt auch aufs (einigermaßen) gleiche Ergebnis.
Hab das Spiel auch und muss sagen, es ist zwar nicht das Gelbe vom Ei aber durchaus ganz nett.
Was mir nicht gefällt ist einmal die Zeit, in der es spielt und einmal die Stadt in der es spielt. Wäre das Spiel in den 90er und in z.B. New York, würds mich wahrscheinlich mehr ansprechen.
Ich geb dem Spiel auch nur ne 7-7,5 (Skala 1-10)
08.12.09 um 08:37
Ich hab noch paar reviews gelesen und auch paar missionen… ich muss sagen, das es ein richtiger abklatsch von GTA ist. Und es ist leider vollkommen veraltet. Vor 5 jahren wäre garantiert ein Erfolg geworden, aber inzwischen wurde ja alles von anderen Spielen wie Assassins creed und so besser gemacht… Fürn zwani is es ok, aber mehr sollte man meiner meinung nach nicht ausgeben, da es Vollkommen veraltet ist.
08.12.09 um 08:58
Es ist kein schlechtes Spiel, aber wie es im Review steht: “…es wäre mehr drin gewesen.” Technisch und vom Gameplay her okay. Ein schöner, unterhaltsamer Zeitvertreib in der Vorweihnachtszeit. Mir gefällt’s!
My Games
08.12.09 um 09:17
@kingstar: Wieviel hast du denn bezahlt?
08.12.09 um 12:23
Macht den Kollegen doch nicht runter, immerhin hat er sich die Mühe gemacht ein Review für euch zu schreiben! http://tiny.cc/Heimkino
Ich danke dir dafür, hab mich nun doch nicht dazu entschlossen das Game zu kaufen!
08.12.09 um 23:27
Ihr solltet daran denken, dass das hier ein Blog ist. Und ich bin dankbar, dass sich Pixel so viel Zeit nimmt, hier überhaupt so viele News und Reviews zu schreiben.
13.12.09 um 05:33
das das spiel so käse ist liegt wohl an pandemic, da iwie alle ps3 spiele von denen echter murks sind.
ist wohl der review mit den meisten fehlern im text xD
werd mir das spiel mal kaufen… wegen der 40 jahre musik
03.01.10 um 17:46
hab mir das spiel vor dem jahreswechsel bei amazon uk geholt für umgerechnet 27 euro und muss sagen es war jeden cent wert also ein top spiel, die UK version enthält Deutsch und Englische Sprachausgabe
22.02.10 um 10:00
Hi All
Ja wie schon gesagt vielen Dank für das Review / Also ich bin auch der Meinung das EA Games sich fragen sollte für welche Spieler sie Games produzieren:
Wenn mann das Spiel zur Qonkurenz vergleicht zb. Red Faction Guerilla GTA Assasins creed2 uns dann muss ich sagen kann the Saboteur auf der ganzen Linie nicht mithalten . Für mich stimmt hier einfach nichts / das einzige was bei diesem Spiel gelungen ist ist die Präsentation ::: Also für mich top Flop technisch unter dem Durchschnitt -5